Wenn dein Körper sprechen könnte – was würde er dir sagen?

Unser Körper spricht ständig mit uns. Über Spannung und Entspannung, Unruhe und Ruhe, Wärme und Kälte, Druck, Enge, Leichtigkeit und Schwere. Auch Gefühle zeigen sich körperlich – als aufsteigende Traurigkeit, Wut, Angst oder ein plötzliches Gefühl von Weite. Doch wir haben oft früh gelernt, diese Signale zu übergehen. Gerade in einer Zeit, in der wir ständig funktionieren, erreichbar sind und von Informationen, Erwartungen und Reizen begleitet werden, wird es immer wichtiger, wieder nach innen zu hören.

Wahrnehmen – fühlen – verstehen – eine neue Wahl treffen – und immer wieder bei sich selbst ankommen.

Wenn der Körper unter Stress auf Schutz schaltet

Aus einem frühkindlichen Trauma entwickelte sich bei mir in Stresssituationen ein Muster von Starre und Anpassung. Nicht Angriff und nicht Flucht, sondern Erstarrung. Solche Stressmuster sind Schutzstrategien. Sie entstehen, weil unser Körper versucht, uns zu schützen, und diese Schutzmechanismen können uns ein Leben lang begleiten.

Meine persönliche Geschichte war auch der Grund dafür, warum ich die Ausbildung zur Stressmanagementberaterin absolviert habe und warum mir diese Themen so am Herzen liegen. Im laufe dieser Ausbildung wurde mir sehr vieles bewusst, ich konnte vieles verstehen, annehmen und akzeptieren, aber trotzdem gelang es mir nicht wirklich zu fühlen bzw. zu spüren. Ich war mehr im Verstand, habe gelernt zu analysieren, reflektieren, optimieren, kontrollieren und zu funktionieren. Ich habe, wie die meisten von uns nicht gelernt mit Gefühlen und Emotionen umzugehen  und auf die Sprache des Körpers zu hören.

„Vielleicht gibt es keine Zufälle – nur Dinge, die uns zur richtigen Zeit zufallen.“

Vor rund 20 Jahren empfahl mir ein Shiatsu-Lehrer, mit dem Stockgehen zu beginnen. Was zunächst wie eine einfache Bewegungsempfehlung klang, wurde für mich zu einer neuen Möglichkeit, mit meinem Körper und meinen Gefühlen in Kontakt zu kommen.

Durch die Bewegung kam etwas in Gang, das lange festgehalten worden war. Ich begann, meinen Körper wieder zu spüren und fand nach und nach auch Zugang zu meiner Mut und Wut Energie- zu meinen unterdrückten Gefühlen.

Der Körper weiß oft früher als der Verstand, was für uns stimmt.

Dabei wurde mir immer bewusster, wie wichtig es ist, Körper und Bewusstsein wieder miteinander zu verbinden: den Körper wahrzunehmen, seinen Signalen zuzuhören und bewusst zu verstehen, was er uns sagen möchte.

Stockgehen

Stockgehen ist für mich deshalb weit mehr als Bewegung und eine selbstgemachte Fußreflexzonenmassage die aktiviert, balanciert und den Körper ganzheitlich reguliert. Mir hat das Stockgehen dabei geholfen, raus aus dem Kopf und wieder in Kontakt mit meinen Körper zu kommen. Meine Wahrnehmung zu schärfen und innere Energie, meine Emotionen in Bewegung zu bringen.

2024 ist daraus mit meinem Lebensgefährten unser Herzensprojekt Stockgehen entstanden.

Mehr über unser gemeinsames Projekt findest du unter: www.stockgehen.at

Der Stimme des Körpers folgen

Unser Körper reagiert, bevor unser Verstand oft überhaupt weiß, was los ist. Ja, unser Verstand ist wichtig, er hat unsere vergangenen Erfahrungen gespeichert, versucht uns vor Fehlern zu schützen, er kann sich mit der Zukunft beschäftigen und sich ausmalen was uns wünschenswert erscheint oder was uns Angst macht. Da Veränderung weder in der Zukunft noch in der Vergangenheit stattfindet ist es wichtig in der Gegenwart im JETZT zu leben. Unser Körper ist immer in der Gegenwart und weiß, welcher nächste Schritt uns einem erfüllten Leben näher bringt. Er zeigt uns was sich gut anfühlt, was oder wer uns stärkt oder schwächt: Schmetterlinge im Bauch, ein Druck in der Brust, ein Klos im Hals der zu Tränen führt oder etwas das und schwer im Magen liegt. Das sind keine Gedanken und keine Fragen. Es sind Körperempfindungen und Gefühle.

Sie wahrzunehmen, ohne sie sofort zu bewerten, zu erklären oder wegzumachen, kann ein erster Schritt sein, wieder mit der eigenen inneren Wahrheit in Kontakt zu kommen.

Wenn wir gelernt haben, unseren Körper zu übergehen, wird seine Sprache leiser. Nicht weil er aufgehört hat zu sprechen – sondern weil wir aufgehört haben zuzuhören. Körper und Bewusstsein zu verbinden bedeutet für mich, diese Signale wieder wahrzunehmen, ihnen Raum zu geben und Schritt für Schritt zu verstehen, was sich zeigen möchte.

Die Kraft der Worte  – eine neue Wahl treffen

Was wir denken, fühlen und aussprechen, kann unsere innere Haltung verändern und neue Möglichkeiten eröffnen. Ein persönlicher Lösungssatz oder eine Affirmation kann dabei unterstützen, eine neue innere Ausrichtung zu finden. Nicht als positives Denken und nicht als Versuch, etwas Schwieriges einfach wegzureden. Sondern als bewusste neue Wahl. JETZT.

Begleitende Unterstützung

Essenzen und Bachblüten können diesen Prozess ergänzend begleiten. Sie sind für mich unterstützende Werkzeuge – nicht der Ersatz für die eigene Wahrnehmung und keine schnelle Lösung.

Veränderung ist ein Prozess

Es ist wie beim Zwiebelschälen: Schicht für Schicht darf sich zeigen, was bereit ist, wahrgenommen und verändert zu werden. Der Körper gibt dabei immer nur so viel frei, wie gerade möglich ist. Manchmal geht es schnell und manchmal braucht es Zeit.

Nicht nur in den Coachings sondern auch in meinen Seminaren und Workshops Herzensbildung geht es um genau diese Themen Hilfe zur Selbsthilfe.

„Leben ist Veränderung. Schritt für Schritt, Schicht für Schicht, immer wieder und weiter zurück zu uns selbst.“